Laut Jugendamtsleiter Benedikt Püttmann wird die Stadt Bocholt vom geplanten NRW-Kindergartengesetz profitieren. Für "entscheidend" halte er die Erweiterung der Kindergartengruppen auf Zweijährige. Durch die Kürzung des kirchlichen Trägeranteils spart die Stadt sogar Geld.
Bocholt Jugendamtsleiter Benedikt Püttmann zeigt sich zufrieden: "Die schwierige Frage, wie wir mit unter Dreijährigen umgehen, ist gelöst." Das geplante neue Kindergartengesetz bedeute nicht – wie zuvor befürchtet – einen Qualitätsabbau, sondern Verbesserungen. Die neue Finanzierungsregelung bringe für die Kindertagesstätten (Kitas) Planungssicherheit. Und die Stadt spare "unterm Strich" sogar noch Geld: 150000 bis 180000 Euro, schätzt Püttmann.
Auf den ersten Blick scheint das paradox: Das Land will den Trägeranteil der Kirchen von derzeit 20 Prozent auf künftig 12 Prozent senken. [...] [mehr]
Isselburg-Heelden (jkr) Auf bundespolitischer Ebene ist die Betreuung von Unter-Dreijährigen derzeit ein heiß diskutiertes Thema - Familienministerin von der Leyen und Bischof Mixa lassen grüßen. Die Heeldener Firma VKF Renzel ist da längst einen Schritt weiter: Sie will für ihre Mitarbeiter einen Betriebskindergarten einrichten, der von August an bis zu 15 Kleinkinder aufnehmen kann. Und dieser Betriebskindergarten solle durchaus so etwas wie eine Modelleinrichtung für Deutschland werden, sagte gestern AWO-Betriebsleiterin Brigitte Fisser. Sie stellte die Pläne etwa 20 interessierten Mitarbeiterinnen des Unternehmens vor. [...] [mehr]