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Home Aktuelles Kommunalwahl 2004


Kommentar zu den Verunstaltungen von Wahlplakaten



Die Kommunalwahl Ende des Monats wirft unübersehbar ihre Schatten voraus. Überall im Stadtgebiet haben die Parteien (bis auf die FDP bisher) ihre Wahlplakate aufgestellt oder aufgehängt. Dass sich der Eine oder Andere von dieser Art von Werbung gestört fühlen mag, kann ich ja vielleicht noch nachvollziehen. Sie gehört aber zu einer Wahl dazu, um den Bürgern ein Angebot zu unterbreiten. Was sich aber in den letzten Tagen abspielt, kann so nicht hingenommen werden.
Einige Zeitgenossen scheinen ihre "künstlerische Ader" gefunden zu haben und "verschönern" Plakate. Das mag zwar auch zu jeder Wahl dazu zu gehören, es handelt sich dabei aber um Sachbeschädigung. Und über den Geschmack der "Künstler" lässt sich auch immer trefflich streiten. Nur dass bei einigen Plakaten fremdenfeindliche Kommentare oder solche Andeutungen hinzugefügt werden, ist in meinen Augen ein starkes Stück. Noch tiefer im Niveau sind die Bekritzelungen angesiedelt, bei denen Personen in die Nähe von Adolf Hitler gerückt werden. Dies kann ich niemals akzeptieren, auch wenn es dabei sehr häufig den politischen Mitbewerber betrifft, dessen Bild derart verschandelt wird. Übrigens scheinen diese Bürger nicht zu wissen, dass das Zeichnen des Hakenkreuzes verboten ist und strafrechtlich verfolgt werden kann. Täter wird man sicher nie finden, außer man erwischt sie auf frischer Tat, aber ich kann an die Bevölkerung nur appellieren offene Augen zu haben. Denn eine Wahl und der dazugehörige Wahlkampf sind wesentliche Elemente der Demokratie. Die sollte man sich durch solch gedankenlose Menschen nicht beschädigen lassen.

Uwe Übelacker

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